Brasilien ist als Segelland noch weitgehend unbekannt. Entlang der 8.500 km langen Küste auf
dem Atlantik kann man nahezu das gesamte Jahr über segeln.
Die unberührte Natur, die beeindruckende Landschaft und der meist wolkenlose
Himmel laden zu einem Segeltörn ein.
Ein moderner Hafen ist beispielsweise die Marina Verolme.
Bei diesem Hafen bezahlt man allerdings für seine gute Infrastrukturanbietung.
Die meisten Charterer haben Ihren Sitz in Salvador de Bahia und Angra dos Reis.
Ein sehenswerter Charterhafen ist die Marina Paraty. Sie führt direkt zur ehemaligen Provizhauptstadt, die inzwischen von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Einst war Paraty bekannt als Exporthafen für Kaffee und Gold, durch den damit verbundenen Aufschwung lebt das Städtchen inzwischen allerdings weitgehendst von Touristen. Nicht zu verpassen ist die Ilha Grande. Sie ist knappe 12 Seemeilen vom Kontinent entfernt, umfasst etwa 200 Quadratkilometer und lohnt sich als Zwischenstopp für Yachtcharterfreunde. Die zahlreichen Strände, sowie der Naturpark sind weitgehend frei vom Ansturm der Touristen.
Nicht verpassen sollte man zudem Sandri. Das türkisfarbene Wasser und der tiefgrüne Dschungel erinnern an ein wahrhaftes Südseeidyll und machen das Chartererlebnis unvergessen. Zu beachten ist das amerikanische Betonungssystem, das beim Einlaufen an Steuerbord rot und an Backbord grün bleibt. Probleme kann es auch bei der verbalen Verständigung geben. Portugiesisch bzw. Brasilianisch ist sehr von Vorteil, da Englisch bestenfalls in den Büros der Marinas gesprochen wird.
Durch das tropische Klima ist es zwischen November und März (brasilianische Sommer) heiß und schwül. Zu dieser Jahreszeit werden Temperaturen bis zu 40°C (Wasser 28°) erreicht, die teilweise von kurzen aber heftigen Regeschauern begleitet sind. Kühl ist es erst zwischen Juli und September, dem brasilianischen Winter. Unter Tags weht der Wind mit bis zu 4Bft. vom Land zur See, abends dreht die Windrichtung vom Meer zum Land. Dennoch ist die brasilianische Küste das gesamte Jahr über segelbar. Zahlreiche Strände, Buchten, natürliche Häfen und Inseln laden ein zu einer Reise ins Paradies. Trotzdem sollte auf Ölzeug nicht verzichtet werden. Gelegentliche Stürme machen das Segelparadies zum Abenteuer.
Für die Einreise ist zu beachten, dass EU-Bürger einen Reisepass benötigen, der zum Datum der Abreise noch sechs Monate gültig ist. Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen kein Visum. Einfuhrverbot gilt für landwirtschaftliche Produkte wie Fleisch, Wurst, Käse usw.