Mallorca und seine schönsten Ankerplätze
In den allermeisten Fällen reisen die Besucher per Flugzeug nach Mallorca.
Von allen großen Flughäfen gibt es Direktverbindungen.Wer jedoch unter Flugangst leidet oder vielleicht sein eigenes Auto mitnehmen möchte,kann vom spanischen Festland aus die Fähre nehmen. Auf Mallorca bietet sich der Mietwagen als Fortbewegungsmittel an.
Mallorca gehört zu den spanischen Balearen und ist die größte der insgesamt 149 Inseln,von denen fünf bewohnt sind.
Mallorca beherbergt mit Palma de Mallorca auch die Hauptstadt der autonomen Region,deren Amtssprachen Spanisch und Katalanisch sind. Gut 800.000 Einwohner leben auf der Insel,jedes Jahr kommen rund zehn Millionen Touristen. Mit einer Temperatur von 22 Grad Celsius im Jahresdurchschnitt weist die Insel ein gemäßigtes subtropisches Klima auf. Mallorca besitzt weder Flüsse noch natürliche Seen, zur Wasserversorgung dienen zwei große Stauseen im Inneren des Landes.
Einsam in einer traumhaften Bucht vor Anker liegen, und einfach nur den Urlaub genießen, weitab von den überlaufenen Callas! Welcher Urlauber träumt nicht davon?
Das traumhafte Segelrevier vor Mallorcas Küste bietet zahlreiche wunderschöne Ankerplätze.
Viele davon sind jedoch heillos überlaufen, sodass man sich teilweise vorkommt, wie auf dem Campingplatz.
Aber es gibt sie noch, die einsamen Buchten, man muss nur wissen, wo man sie findet und vielleicht auch ein wenig unkonventionell sein und eine nächtliche Ankerwache in Kauf nehmen.
Dafür wird man sodann mit einem einmaligen Segelerlebnis belohnt!
An der Südwest Küste Mallorcas lässt sich so manchesPlätzchen finden, an der westlichen Seite der Bucht von Camp de Mar. Tagsüber finden sich hier einige Badegäste ein, doch je später der Abend, desto seltener die Gäste. Hier ankert man auf gut haltendem Sandboden und teilt sich diesen Flecken Wasser eher selten mit anderen Schiffen.
Natürlich hat die Südwestküste noch einige Traumbuchten mehr zu bieten, diese sind jedoch meistens auch bei anderen Yachties sehr beliebt oder für einen nächtlichen Aufenthalt bei drehenden Winden völlig ungeeignet für ein Nachtquartier.
An der Südküste trifft man zum Beispiel auf eine solch überlaufene Bucht.
Die Cala Pi! So imposant ihre Schönheit auch ist, die Enge macht sie zu einer unberechenbaren Mausefalle, der nicht selten schon Schiffe zum Opfer fielen. Hier sollte man, sofern es die Größe des Schiffes und die Menge der bereits vorhandenen Yachten zulässt, nur einen Badestopp einlegen. Bei leichten Winden, die nicht gerade aus dem Süden blasen ist man vor dem Hafen von Sa Rapita recht gut aufgehoben.
Ankern direkt vorm endlosen Sandstrand des Es Trenc, wieder auf gut haltendem Sandboden, machen das Nachtquartier perfekt.
Aber Vorsicht, einige Felsansammlungen, die man jedoch sehr gut erkennen kann, können den Anker kosten, daher besser nicht in der Dunkelheit ankern.
Die gesamte Süd- und Südostküste ist gespickt mit wunderschönen Buchten, die man jedoch meistens nicht für sich alleine hat. Hierzu muss man noch etwas weiter nach Norden fahren.
Eine Nacht in trauter Zweisamkeit mit seinem Schiff, hat man hingegen in der Bucht von Alcudia.
Die Coll Baix im Süden der Bucht ist recht ungeschützt und nur bei Westwind sicher als Nachtankerplatz.Bei leichten Winden aus anderen Richtungen, empfiehlt sich eine Ankerwache, dafür ist man nachts meist alleine dort.
Der feine Kieselstrand ist selten überlaufen, da er nur durch einen mühsamen Fußmarsch von Land aus zu erreichen ist.
Auf dem Weg weiter gen Norden sollte ein Stopp an den Bojen vorm Hotel Formentor natürlich auch nicht fehlen, nicht alleine, dafür aber perfekt geschützt, lässt sich die wunderschöne Natur genießen!
Man weiß durch Fundstücke, dass die Balearen im sogenannten Archaikum zwischen 2000 und 4000 vor Christus besiedelt waren.
In der Antike kämpften die Insulaner auf der Seite Karthagos gegen Rom. Ihre Technik des Steinschleuderns machte die hiesigen Kämpfer, Els Foners Balears, so bekannt, dass die Inseln nach ihnen benannt wurden. Während der anschließenden römischen
Herrschaft erlebte die Inselgruppe aufgrund ihrer zentralen Lage eine Blüte, in der Folgezeit war sie jedoch immer neuen Angriffen und Ansprüchen ausgesetzt, unter anderem durch Vandalen, Byzantiner, Franken, Wikinger und Araber.
Jaume I. errichtet im Hochmittelalter das erste unabhängige Königreich auf Mallorca, später wurde es Teil der Krone von Aragón bzw. Spanien und büßte zu Beginn des 18. Jahrhunderts seine Selbstständigkeit ein.
Erst 1983 erlangte es als Teil des demokratischen Spaniens wieder Autonomie.