Ob Anfänger oder alter Charterhase: Vor oder während des Törns tauchen immer wieder Fragen auf. Einige davon haben sich als Dauerbrenner erwiesen, andere sind speziellerer Natur. Wir haben die Antworten auf die meistgestellten Fragen nun einmal schriftlich formuliert.
Nachdem wir von Ihnen die Buchung erhalten haben (entweder per FAX, per Mail oder direkt online), bekommen Sie von uns eine Buchungsbestätigung, Rechnung, Chartervertrag und die Unterlagen für die zusätzlichen Versicherungen. Aus diesen Unterlagen entnehmen Sie alle Details, wie z.B. Zahlungstermine oder gebuchte Extras. Innerhalb von 10 Tagen nach Buchung ist die erste Zahlung fällig. Sobald diese bei uns eingegangen ist, kann nichts mehr dazwischen kommen. Nach der Restzahlung erhalten Sie von uns einen Voucher, der alle Details zur Übernahme des Schiffes enthält. Diesen müssen Sie in der Basis vorlegen.
Das hängt vom Revier ab. Gesetzlich vorgeschrieben ist in den meisten Ländern die Yachtmasterlicence. (Für Österreicher der B-Schein, für Deutsche der SBS, also der Sportboot Führerschein See). Darüber hinaus verlangen viele Vercharterer noch den SKS oder BR-Schein.
Zusätzlich kann es landesspezifische Vorschriften geben. Zum Beispiel verlangt Kroatien den Funkschein, und mittlerweile schon einen Motorboot-Führerschein für den Betrieb eines Dinghis, Griechenland eine zweite Lizenz an Bord.
Im Gegensatz dazu gibt es Reviere, in denen gar kein Schein vorgeschrieben ist. Dazu zählen Australien sowie bis zu einer bestimmten Bootsgröße Hollands Binnengewässer (außer Ijsselmeer) und Teile Brandenburgs.
Diese Anzahlung ist branchenüblich. Das Geld behalten nicht wir als Agentur, sondern wir leiten es gleich an den Vercharterer weiter. Der nimmt diese Anzahlung als Sicherheit, dass Sie auch tatsächlich zum vereinbarten Zeitpunkt kommen. Schließlich hat er die Yacht für Sie reserviert.
Jeder Zeit; ist aber mit erheblichen Kosten verbunden (siehe Chartervertrag). Eine Buchung ist ein gültiger Vertrag. Wenn Sie krank werden oder Sie es sich schlicht anders überlegen sollten, ist je nach Zeitpunkt vor dem vereinbarten Charterbeginn ein Teil oder - wenn Sie ganz kurzfristig absagen und die Yacht nicht anderweitig verchartert werden kann - sogar die gesamte Chartergebühr fällig. Vor diesem Risiko schützt Sie eine Reiserücktrittsversicherung. (Dringender Grund muss vorhanden sein, z.B. Krankheit, Todesfall oder Ausfall des Skippers. Das sollte unbedingt mit der Versicherung vor Abschluss geklärt sein.)
In der Regel sind alle Charteryachten ausreichend gegen Verlust oder Beschädigung versichert. Trotzdem gibt es einige Risiken, die durch die übliche Versicherung nicht abgedeckt sind. In Erwägung ziehen sollte man eine Reiserücktrittsversicherung, eine Skipper-Haftpflicht-Versicherung und eine Kautionsversicherung. Näheres finden Sie unter der Rubrik Versicherungen.
Leider nein. Obwohl es bestimmt Kunden gibt, die das Schiff gründlich reinigen und tiptop hinterlassen würden – die Regel ist das nicht. Und mal ehrlich: wenn Sie als nachfolgende Crew schon ungeduldig am Steg auf Ihr Schiff warten - möchten Sie ein nur oberflächlich geputztes Schiff übernehmen? Sicher nicht. Stattdessen noch ein paar Stunden warten, bis eine noch spontan organisierte Putzkolonne übers Schiff geschickt wurde? Auch nicht.
Das ist je nach Vercharterer, Schiff und Revier unterschiedlich. Obligatorisches Extra ist die Endreinigung. Ausstattung wie Bettwäsche, Handtücher oder ein Dinghi-Aussenborder, GPS sind zum Teil im Charterpreis enthalten, zum Teil als wählbare Extras separat zu zahlen. Auch fällt in manchen Ländern ein Permit oder Transitlog an, das der Vercharterer per Gesetz erheben und an den Staat abführen muss. All das können Sie dem jeweiligen Angebot entnehmen oder bei uns im Einzelfall erfragen. Deshalb bei Preisvergleichen verschiedener Anbieter: immer den Endpreis vergleichen, nicht nur den reinen Charterpreis für die Yacht.
Im Schadensfall an der eigenen Charteryacht wird dieser Betrag fällig und sollte vom Vercharterer für den Selbstbehalt bei der Versicherung oder Reparaturen verwendet werden. Tipp: Jeder Vercharterer kontrolliert bei der Rückgabe den Kiel. Für unseriöse eine nicht versiegende Geldquelle. Tun Sie das auch, gleich bei der ersten Ausfahrt. Ein billige Unterwasserkamera (Wegwerfprodukt) hält alle Mängel fest. Reklamieren Sie sofort am Stützpunkt; ALLE WISSEN ES, nur Sie nicht.
Üblicherweise per Kreditkarte. Dabei wird der Kautionsbetrag lediglich reserviert, nicht abgebucht. Wenn das Schiff dann ohne Schaden zurückgebracht wird, macht der Vercharterer die Reservierung einfach wieder rückgängig. Akzeptiert werden normalerweise alle gängigen Kreditkarten, z.B. Visa oder Euro-Card.
Das steht im Chartervertrag. Wenn der Vercharterer Ihnen kein anderes, gleichwertiges Schiff zur Verfügung stellen kann, müssen Sie üblicherweise 24 bis 48 Stunden abwarten. Erst danach können Sie vom Vertrag zurücktreten. Umgekehrt gilt natürlich: Sie müssen Ihr Schiff pünktlich zurückgeben. Wenn nicht, kann es teuer werden. Ungünstiges Wetter wird als Ausrede für eine Verspätung nicht akzeptiert, ist aber allemal günstiger als Schiffbruch oder Verletzte an Bord.
Im Übergabeprotokoll festhalten, und mit dem Vercharterer eine Lösung suchen. Mängel, die nicht schriftlich festgehalten wurden, sind bei der Rückgabe nicht zu beweisen. Beim Umgang mit Mängellisten zeigt sich die Seriosität des Vercharterers. In den meisten Fällen wird er Mängel umgehend beseitigen. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, kann man bei gravierenden Mängeln mit dem Vercharterer über einen Ausgleich verhandeln (z.B. Endreinigung, Aussenborder umsonst etc.). Doch bitte nicht zu kleinlich sein: wegen Kratzern im Teak-Deck, einem fehlenden Teller oder auch einem defekten CD-Player sollte man nicht anfangen, über Minderung zu diskutieren.
Noch ein Tipp: Um sicher zu gehen, dass der Dieseltank wirklich voll ist, fahren Sie locker vor dem Auslaufen zur TS auch wenn dann nur 5 Liter hineingehen. Das hat 2 Vorteile: Sie wissen vorher, wann Ihr Tank leer sein wird und Sie sind beim Zurückgeben nicht überrascht, wenn ihre Yacht nur 3 Liter/Stunde verbraucht hat.